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Törn planen: So organisierst du Crew, Bordkasse und Logbuch

Ein Törn mit Freunden oder Familie gelingt, wenn vorher geklärt ist, wer was macht. Die Planung muss nicht kompliziert sein, aber sie sollte vor dem Ablegen stehen.

Crew und Aufgaben

Lege eine Crewliste an: Name, Erfahrung, Notfallkontakt, Besonderheiten bei Essen oder Gesundheit. Verteile Aufgaben klar, zum Beispiel Navigation, Kombüse, Logbuch und Bordkasse. Wer weiß, was er tun soll, ist entspannter, und Anfänger fühlen sich eingebunden.

Wachplan

Bei längeren Etappen oder Nachtfahrten wechseln sich Wachen ab. Ein Wachplan zeigt auf einen Blick, wer wann an Deck ist. Plane Ruhezeiten fest ein, denn Müdigkeit ist an Bord ein echtes Risiko.

Bordkasse

Hafengebühren, Diesel, Proviant: Eine gemeinsame Kasse spart langes Rechnen am Ende. Lege vorab fest, wer einzahlt, wie viel, und führe die Ausgaben auf einem Blatt. Nach dem Törn rechnet ihr einmal ab.

Logbuch und Streckenplan

Das Logbuch hält Ort, Zeit, Wind und Besonderheiten fest. Es ist nützlich für Erinnerungen und auch dann, wenn später Fragen zum Ablauf entstehen. Eine Seemeile entspricht 1852 Metern, vier Knoten Fahrt sind daher rund 7,4 km pro Stunde.

Schritt für Schritt: dein Törn in sechs Schritten

  1. Lege Termin, Revier und grobe Etappen fest und frage die Crew früh nach ihrer Verfügbarkeit.
  2. Erstelle die Crewliste mit Erfahrung und Notfallkontakten.
  3. Verteile die Aufgaben und besprich, wer das Schiff im Notfall führen kann.
  4. Plane die Bordkasse und einen Verpflegungsplan für die ganze Woche.
  5. Bereite Wachplan und Logbuch vor und drucke sie aus.
  6. Gehe kurz vor dem Ablegen mit allen eine Einweisung durch: Sicherheitsausrüstung, Funk, Verhalten bei Wetteränderung.

Beispiel für eine Wochen-Bordkasse

Angenommen, sechs Personen zahlen vorab jeweils denselben Betrag in die Kasse. Daraus werden Hafengebühren, Diesel, gemeinsame Einkäufe und Gasflaschen bezahlt. Jeder Beleg wird mit Datum und Zweck auf einem Blatt notiert. Am Ende wird der Rest durch sechs geteilt und zurückgegeben. Wenn einer privat etwas vorstreckt, trägst du es als Eintrag ein und gleichst es am Schluss aus. So gibt es keine Rechnerei am letzten Abend.

Typische Fehler bei der Törnplanung

Kurze Checkliste vor dem Ablegen

Verpflegung und Ausrüstung nicht vergessen

Rechne beim Proviant mit mehr, als du denkst, denn frische Luft macht hungrig. Plane eine Notration ein, die auch bei Flaute oder Hafenverzug reicht, und denke an ausreichend Trinkwasser. Lege außerdem eine Liste der Ausrüstung an, die du vor dem Ablegen abhakst: Rettungswesten für alle, Taschenlampen, Ersatzbatterien, Erste-Hilfe-Kasten und eine Kopie wichtiger Telefonnummern. Wer das einmal sauber vorbereitet, kann die Liste bei jedem weiteren Törn wiederverwenden.

Gespräch mit der Crew vorab

Ein kurzes Treffen vor dem Törn klärt Erwartungen: Wie sportlich soll die Fahrt werden, wie viel Ruhe wünscht sich jeder, wer verträgt keine Nachtfahrten? Je offener ihr das besprecht, desto weniger Spannungen entstehen später an Bord. Halte das Ergebnis in zwei, drei Stichpunkten fest.

Nach dem Törn

Setzt euch zum Schluss kurz zusammen: Was lief gut, was würdet ihr beim nächsten Mal anders planen? Heftet Logbuch, Belege und Crewliste zusammen ab. Diese Notizen machen die nächste Planung deutlich leichter.

Wichtiger Hinweis

Diese Planungshilfen ersetzen keine Ausbildung, keine amtlichen Seekarten und keine aktuellen Wetterberichte.

Passend dazu

Die passenden Vorlagen gibt es bei Modehafen gebündelt im Törn-Planer-Paket, einzeln etwa Crewliste, Wachplan, Bordkasse und Logbuch-Seite. Alles zum Selbstausdrucken als PDF. Zur Startseite.

Allgemeine Planungshilfe, kein Ersatz für Ausbildung oder amtliche Seekarten.

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